„Ich wollte gar nicht abnehmen“
Sascha Vorderstemann führt seit 26 Jahren mehrere Digitalisierungsunternehmen. Nach einem Kreuzbandriss lag er ein Jahr flach, mit hohen Entzündungswerten. Sein Ziel war die Entzündung – die 13 Kilo kamen nebenbei.
- Wer
- Sascha Vorderstemann, 47 Jahre, drei Kinder, verheiratet
- Was er macht
- Gründer und Geschäftsführer der Elio GmbH, der Maincloud Solutions GmbH und der Synkup GmbH – 360°-Digitalisierung, seit 26 Jahren selbstständig. Ursprünglich Softwareentwickler
- Ausgangslage
- Kreuzbandriss, Meniskus- und Kniescheibenschaden – danach ein Jahr kaum Training und hohe Entzündungswerte
- Programm
- Testo Reload –
1:1-Begleitung mit Blutwerten
Interview während der laufenden Begleitung - Gewicht
- 13 kg weniger – obwohl das nicht sein Ziel war
- Viszerales Fett
- 6 bis 7 Prozentpunkte weniger
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Das Gespräch in voller Länge, ungeschnitten.
Ein Jahr, das alles umgeworfen hat
Sascha Vorderstemann war nie unsportlich und hat sich seit Jahren mit Ernährung beschäftigt – ausprobiert, getestet, für sich einen brauchbaren Weg gefunden. Dann riss das Kreuzband, dazu Meniskus und Kniescheibe.
Ein Jahr kaum Training. Nach der Operation hohe Entzündungswerte. Sein Ziel, als wir anfingen, war deshalb nicht die Waage, sondern die Entzündung aus dem Körper zu bekommen.
Was ihn vorher am meisten frustriert hat, beschreibt er als Schrittfolge: zwei vor, zwei zurück. Viel Sport, aber die Balance stimmte nicht – und deshalb blieb der Erfolg aus.
Was wir verändert haben
Bei ihm ging es nicht darum, etwas Neues hinzuzufügen. Er machte bereits vieles. Es ging darum, die Reihenfolge zu korrigieren.
- Entzündung zuerst, über Darmsanierung und Entgiftung. Solange der Körper im Alarm ist, bringt der Rest wenig.
- Nährstoffe gezielt statt breit. Er hatte vorher schon hochwertige Präparate genommen – dieselben, die er heute nimmt. Seine eigene Beobachtung: Jetzt wirken sie, vorher nicht.
- Training, das das Knie nicht belastet. Aufbau ohne Rückschlag, statt gegen die Verletzung zu trainieren.
- Erholsamer Schlaf, nicht nur genug Schlaf. Er kam auf seine sechs bis acht Stunden. Dass es einen Unterschied macht, ob diese Stunden erholsam sind, war ihm nicht bewusst.
- Sein Frühstücksritual blieb. Samstags mit dem kleinen Sohn zum Bäcker – das war nicht verhandelbar, also haben wir drumherum gebaut statt es zu streichen.
Was dabei herausgekommen ist
13 Kilo weniger – und das ist der Teil, den er selbst am erstaunlichsten findet, weil er gar nicht abnehmen wollte. Sein Ziel war Muskelaufbau und die Entzündung.
Sechs bis sieben Prozentpunkte weniger viszerales Fett – also das Bauchfett, das um die Organe sitzt und der eigentlich problematische Teil ist.
Energielevel von schwankend auf eine konstante Acht, auf seiner eigenen Skala von eins bis zehn. Vorher gab es Tage, an denen er drei Kaffee brauchte, um überhaupt in Gang zu kommen.
Der Satz, der mir am meisten sagt
Während der Zusammenarbeit hatte er eine sehr harte Woche – privat, nicht geschäftlich. Seine Einordnung im nächsten Call war, dass er früher einfach durchgepowert hätte. Dieses Mal hat er es weggesteckt.
Das ist der Unterschied zwischen weniger Belastung und mehr Kapazität. Die Belastung war dieselbe. Was sich geändert hatte, war, womit er ihr begegnet ist.
Bei jemandem, der seit 26 Jahren mehrere Firmen führt und drei Kinder hat, ist das die praktisch wertvollste Veränderung – wertvoller als jedes Foto.
Warum Diäten bei ihm nie gehalten haben
Seine eigene Erklärung ist besser als meine: Diäten funktionieren nicht, weil man immer wieder in dasselbe Loch fällt. Was trägt, sind Routinen – auch für die Situationen unterwegs, im Termin, auf Reisen.
Und die Befürchtung, die ihn vorher gebremst hatte, hat sich nicht bestätigt. Er musste sein Leben nicht umstellen. Er musste es anders sortieren.
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Zweifach TÜV-zertifizierter Health-Coach · Autor · mehr über meinen Werdegang