Fallbeispiel

Jojo-Effekt vermeiden: Björn Kuiper, 46, 15 Kilo weniger – und das Gewicht hält

„20 Kilo im halben Jahr schafft jeder. Aber wie schaffst du es, nach einem Dreivierteljahr nicht wieder 30 drauf zu haben?“

Björn ist Unternehmer im Arbeits- und Brandschutz und betreut Kunden in ganz Deutschland. Er kam nicht mit dem Ziel, schnell abzunehmen – das hatte er schon einmal geschafft. Er wollte wissen, wie man ein Ergebnis hält. Ein gutes halbes Jahr haben wir zusammengearbeitet.

Wer
Björn Kuiper, 46 Jahre, aus der Nähe von Düsseldorf
Was er macht
Seit 2020 selbstständig mit Arbeitssicherheit, Brandschutz und Gesundheitsschutz für Betriebe, bundesweit – davor über 20 Jahre bei der Berufsfeuerwehr
Programm
Testo Reload – 1:1-Begleitung
gut ein halbes Jahr
Was sich messbar verändert hat
rund 125 kg → 110 kg bei knapp 1,90 m
Was er selbst am höchsten gewichtet
Dass das Gewicht seitdem stabil bleibt – Schwankungen von ein, zwei Kilo, keine Rückfälle

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Das Gespräch in voller Länge, ungeschnitten.

Wie es vorher war

Björn beschreibt etwas, das ich von fast jedem Geschäftsführer höre: Die eigene Gesundheit läuft irgendwie mit. Es geht ja, es könnte besser sein, und morgen fängt man an.

Bei knapp 1,90 Metern brachte er gut 125 Kilo auf die Waage. Irgendwann kam der Punkt, an dem er sich ehrlich gefragt hat, ob es so weitergehen soll – oder ob er sich noch einmal festlegt.

Seine eigentliche Frage: Wie hält man es?

Björn hatte vorher schon ein anderes Programm gemacht. Abnehmen an sich war für ihn nicht das Rätsel. Im ersten Gespräch ging es um etwas anderes – und das ist die Frage, an der die meisten scheitern:

Wer in ein paar Monaten viel Gewicht verliert, hat ein Ergebnis auf der Waage. Ob es bleibt, entscheidet sich danach. Eine Crash-Diät liefert schnelle Zahlen, aber sie schlägt genauso schnell wieder ins Gegenteil um – Björn sagt es im Interview selbst: „Die Wahnsinnsergebnisse werden auch wieder schnell ins Negative umschlagen.“

Was wir anders gemacht haben

Das Ziel war von Anfang an ein System, das im echten Alltag eines Unternehmers funktioniert – nicht nur in einer ruhigen Woche.

  • Planen statt improvisieren. Wer um fünf Uhr im Büro auf die Uhr schaut und sich fragt, was er essen soll, greift zu dem, was gerade da ist. Björn plant seine Woche vor – dann ist die Entscheidung schon gefallen, bevor der Hunger kommt.
  • Der Schnitt zählt, nicht die Ausnahme. Auch mal etwas „nicht so Gesundes“ ist kein Problem. Auf Business-Events isst er normal mit – „ich bin bestimmt nicht derjenige, der nur noch Salatblätter isst“.
  • Verstehen, was auf der Waage passiert. Ein, zwei Kilo mehr sind meistens Wasser und hängen davon ab, in welcher Phase man gerade ist. Wer das weiß, gerät nicht in Panik und steuert ruhig nach.
  • Ein tieferer Blick. Wir haben auch seine Gene analysieren lassen, um zu sehen, was in seinem Fall wirklich los ist – statt nach Schema F vorzugehen.

Was ihm im Rückblick auffällt: Das Programm war nicht starr. Wenn es neue Erkenntnisse gab, haben wir sie eingebaut und nachjustiert. Umsetzen musste er es trotzdem selbst – das sagt er sehr deutlich. Kein Coach, kein Trainer und kein Videokurs nimmt einem das ab.

Was dabei herausgekommen ist

Björn wiegt heute 110 bis 111 Kilo – rund 15 Kilo weniger als zu Beginn. Und das ist der Teil, auf den es ihm ankam: Seit er sein Ziel erreicht hat, hält er das Gewicht. Im Urlaub, wenn weniger Sport und kein Tracking drin ist, sind es mal ein, zwei Kilo mehr. Ausreißer von zehn Kilo gibt es nicht.

Wie sich das anfühlt, beschreibt er mit einem Bild, das hängen bleibt: Bestell an der Fleischtheke mal 15 Kilo Hack. Das ist ein riesiger Berg. Genau dieses Gewicht hat er vorher jede Sekunde mit sich getragen – beim Aufstehen, beim Laufen, bei jeder Bewegung im Alltag. „Das ist auf jeden Fall mehr Lebensqualität.“

Das ist der individuelle Verlauf von Björn. Ergebnisse hängen von der Ausgangslage ab – Alter, Vorgeschichte, Belastung, wie konsequent jemand umsetzt. Dieser Bericht ist eine dokumentierte Einzelerfahrung und kein Versprechen für den eigenen Fall.

Warum gerade Geschäftsführer am Halten scheitern

Ein Unternehmer kann sich für ein paar Monate zusammenreißen. Was er nicht kann, ist dauerhaft gegen seinen Kalender zu leben. Deshalb bricht so viel, was in der Diätphase funktioniert hat, beim ersten vollen Quartal wieder weg.

Björn bringt es auf den Punkt: Du machst das für dich, für niemanden sonst. Entscheidend ist, wie viel Priorität du dem Thema gibst – und ob dein System so gebaut ist, dass es auch in einer Woche mit drei Abendterminen hält.

Für wen er das empfiehlt

Seine Antwort ist grundsätzlicher, als ich erwartet hatte: Ohne Gesundheit wird alles andere schwierig. Er sieht es nicht nur als Thema für Menschen mit deutlichem Übergewicht, sondern für jeden, der verstehen will, wie sein Körper funktioniert – bis hin zu den Hormonen.

Und er rät, einfach ein Gespräch zu führen: „Was hat man beim kurzen persönlichen Gespräch zu verlieren?“ Das passt nicht immer für beide Seiten – auch das sagt er offen. Aber man weiß danach, woran man ist.

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Alexander Djordjevic
Begleitet von Alexander Djordjevic
Zweifach TÜV-zertifizierter Health-Coach · Autor · mehr über meinen Werdegang
Dieser Text ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei anhaltenden Beschwerden gehört die Abklärung in ärztliche Hände. Wir arbeiten bei allem Medizinischen mit Fachärzten zusammen. Die hier geschilderte Erfahrung wird mit ausdrücklicher Einwilligung des Genannten veröffentlicht.