„Ich sehe es als Anwalt eins zu eins am Umsatz“
Alexander Lindner ist selbstständiger Rechtsanwalt in Wien, zwei Kinder. Er kam mit der Vermutung, sein Testosteron sei schuld. Die Messung sagte etwas anderes – und der Verlauf wurde trotzdem gut.
- Wer
- Alexander Lindner, 55 Jahre, zwei Kinder
- Was er macht
- Selbstständiger Rechtsanwalt in Wien
- Ausgangslage
- Private Krise, Motivation am Ende – und ein spürbar zurückgehender Umsatz
- Programm
- Testo Reload –
1:1-Begleitung mit Blutwerten
Stand des Interviews: zweieinhalb Monate - Körperfett
- rund 18 % → 13,5 %, dazu 5 bis 6 kg weniger
- Testosteron
- war von Beginn an in Ordnung – sogar über dem Schnitt seiner Altersgruppe
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Das Gespräch in voller Länge, ungeschnitten.
Warum dieser Fall anders liegt
Die meisten Fallbeispiele auf dieser Seite erzählen von einem niedrigen Wert, der deutlich gestiegen ist. Dieser nicht.
Alexander Lindner kam mit der Vermutung, seine Symptome kämen vom Testosteron – Antriebslosigkeit, fehlende Motivation, kein Drive. Die Messung ergab: Sein Wert lag über dem Durchschnitt seiner Altersgruppe.
Er nennt das im Interview einen Schock, und zwar einen positiven. Für mich ist es der Grund, warum dieser Fall hier steht: Es liegt nicht immer am Hormon. Wer das behauptet, verkauft etwas.
„Für mich war Testosteron ein Indikator. Und dann war es fast ein Schock, dass ich beim Testosteron sogar über meiner Altersgruppe bin."
Alexander Lindner, RechtsanwaltWas ihn hergeführt hat
Eine private Krise, aus der heraus, wie er es nennt, viele kleine Entscheidungen ein katastrophales Ergebnis ergaben – schrittweise genug, dass er es lange nicht bemerkte.
Bei einem Selbstständigen ist das Ergebnis messbar. Sein Satz dazu ist der härteste dieses Interviews: Ein Anwalt sieht es eins zu eins am Umsatz. Es gibt keine halbe Leistung für Mandanten und keine Frühpension in seinem Beruf.
Er war dabei nie unsportlich – als Schüler österreichischer Meister im Fußball, später Tennis und Wintersport, zuletzt mindestens tausend Laufkilometer im Jahr.
Was wir verändert haben
- Intervallfasten. Für ihn die Umstellung mit dem größten Effekt – und eine, die ihm zusätzlich Zeit verschafft, weil eine Mahlzeit entfällt.
- Weg von Fertigsoßen und Nudeln. Er beschreibt seine frühere Ernährung selbst unbeschönigt. Das war der zweite große Hebel.
- Kraft statt Dauerlauf. Tausend Kilometer im Jahr sind respektabel und waren trotzdem das Falsche für sein Ziel. Stattdessen 20 bis 30 Minuten gezieltes Training, verteilt in den Arbeitstag statt abends drangehängt.
- Darmsanierung und Entgiftung als Grundlage, damit die Umstellung überhaupt greift.
- Täglich wiegen. Seine eigene Überraschung – er hätte nie gedacht, dass er das tut. Es kostet dreißig Sekunden und macht aus einem Gefühl eine Kurve.
Was nach zweieinhalb Monaten dastand
Körperfett von rund 18 auf 13,5 Prozent, fünf bis sechs Kilo weniger. Und anders als bei früheren Versuchen ohne Jojo: Er hatte schon einmal durch drastische Zuckerreduktion fünf Kilo verloren – und sie wieder zugenommen.
Das Nachmittagsloch ist deutlich kleiner geworden. Vormittags hat er jetzt ein Energieniveau, mit dem er wirklich arbeiten kann; er legt seinen Terminkalender inzwischen danach aus.
Und eine Sache, die er selbst für ausgeschlossen hielt: Bei 13,5 Prozent Körperfett wird ein sichtbares Sixpack rechnerisch realistisch – ohne dass er sich dafür zusätzlich verausgabt hätte.
Was dieser Fall über den Rest aussagt
Wenn der Hormonwert stimmt und die Symptome bleiben, ist die Frage nicht beantwortet, sondern verschoben. Bei ihm lagen die Hebel in der Ernährung, im Trainingsreiz und in der Tagesstruktur.
Das ist auch der Grund, warum ich am Anfang messe, statt zu vermuten. Hätte er auf gut Glück an seinem Testosteron gearbeitet, hätte er ein halbes Jahr an der falschen Stelle gezogen.
Sein eigenes Fazit ist unaufgeregt und deshalb brauchbar: Es geht mit relativ wenigen Änderungen, und sie müssen sich in den Ablauf integrieren lassen. Zwei Stunden Training am Tag hält niemand durch, der ein Unternehmen führt.
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Zweifach TÜV-zertifizierter Health-Coach · Autor · mehr über meinen Werdegang