„Ab eins gab es diese berühmten Downkurven“
Götz Dittmar saniert Unternehmen. Er kam nicht wegen seines Gewichts zu mir, sondern wegen des Lochs nach dem Mittagessen – das er jahrelang mit Kaffee überbrückt hat.
- Wer
- Götz Dittmar, 59 Jahre, dreifacher Opa
- Was er macht
- Selbstständiger Interim-Manager – Restrukturierung und Sanierung. Sein eigener Satz: „Ich komme, wenn andere gehen.“
- Sein Ziel
- Nicht abnehmen. Das Energielevel über den ganzen Tag halten – noch zehn Jahre lang
- Programm
- Testo Reload –
1:1-Begleitung mit Blutwerten
sechs Monate - Gewicht
- 10 bis 12 kg weniger, bei gleichzeitig mehr Muskelmasse
- Freies Testosteron
- +64 % – vom Referenzbereich der 50- bis 59-Jährigen in den der 20- bis 29-Jährigen
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Das Gespräch in voller Länge, ungeschnitten.
Warum er kam
Götz hat ein klares Berufsbild: Er geht in Unternehmen, wenn es eng wird, und bleibt auf Zeit. Das heißt lange Tage, hoher Druck, wenig Spielraum für schlechte Phasen.
Sein Anliegen war deshalb nicht die Waage. Es war eine Rechnung: Er wollte noch rund zehn Jahre so arbeiten – und dafür musste die Energie über den Tag halten, nicht nur bis zum Mittagessen.
„Ich habe mich immer geärgert, dass es nachmittags so zwischen eins und drei diese berühmten Downkurven gab – die dann mit der einen oder anderen größeren Tasse Kaffee überwunden wurden."
Götz Dittmar, 59, Interim-ManagerWas wir verändert haben
Bei ihm lag der Hebel in der Ernährung – und der Umbau war für ihn der unangenehmste Teil des ganzen Programms.
- Kein Frühstück mehr, stattdessen Ghee und MCT-Öl im Kaffee. Er sagt es selbst deutlich: Die ersten drei Tage hat er „echt schwer gelitten“. Nach ein bis zwei Wochen war es durchreguliert, heute vermisst er es nicht.
- Weg von Nudeln, Reis und Kartoffeln, hin zu Süßkartoffeln, Gemüse und viel Fisch – weniger Kohlenhydrate am Mittag, weniger Loch am Nachmittag.
- Krafttraining vier- bis fünfmal pro Woche, obwohl er es bis heute nicht mag. Ein Gentest hatte sogar bestätigt, dass er dafür nicht der Typ ist. Er macht es trotzdem, weil er die Wirkung spürt.
- Training, das ins Hotelzimmer passt. Er ist ständig unterwegs; ein Plan, der eine Hantelbank braucht, wäre nach zwei Wochen gestorben. Liegestütze: von 3×5 auf 3×19.
- Schlaf als eigenes Thema, nicht als Restgröße. Für ihn der Punkt, auf den er seitdem am stärksten achtet.
Was dabei herausgekommen ist
10 bis 12 Kilo weniger – er passt in viele Hosen nicht mehr hinein, der Gürtel ist fester Bestandteil geworden. Bauchfett ist der Bereich, an dem es sichtbar wurde.
Freies Testosteron +64 Prozent. Zu Beginn lag er im Referenzbereich seiner eigenen Altersklasse, der 50- bis 59-Jährigen. Am Ende im Bereich der 20- bis 29-Jährigen.
Dazu fünf bis sechs Prozentpunkte weniger Körperfett bei gleichzeitig aufgebauter Muskelmasse, und ein deutlich besserer Schlaf.
Und eine Rückmeldung, die nicht von einem Gerät kam: Sein Osteopath sagte ihm, er habe rund 25 Prozent gewonnen – verbunden mit der Bitte, das nicht sofort wieder in Arbeit zu stecken.
Wie sich das anfühlt
Die Frage bekomme ich häufiger als jede andere: Was merkt man von 64 Prozent?
Seine Antwort: Er steht um sechs auf, trainiert, arbeitet – und ist bis acht, neun, zehn Uhr abends noch fit. Das Problem hat sich umgedreht. Er muss inzwischen eher aufpassen, dass er abends wieder herunterkommt.
Der Satz, der mir am meisten sagt, ist aber ein anderer. Ihm geht es nicht nur um den Arbeitstag, sondern um das, was danach übrig bleibt – für seine Frau, seinen Sohn, die drei Enkel. Nicht das Wochenende zur Erholung zu brauchen, sondern es zu haben.
Was er anderen mitgibt
Zwei Gruppen nennt er. Die einen, die körperlich wieder in Balance kommen wollen. Die anderen, die stressresistenter werden wollen – und das ist der Teil, der ihn selbst am meisten überrascht hat: Nicht dass der Stress weniger wurde, sondern dass er ihn besser wegsteckt.
Nebenbei hat er angesteckt, ohne es zu wollen: Sein Stiefsohn hat angefangen, Nachbarn fragen ihn aus, was er da morgens trinkt. Genau das war meine Idee, als ich anfing, mit Unternehmern zu arbeiten – es strahlt aus, ob jemand danach im Coaching landet oder nicht.
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Zweifach TÜV-zertifizierter Health-Coach · Autor · mehr über meinen Werdegang