„Man könnte mal, man sollte mal – und nächsten Montag fange ich an“
Roland Winkler ist 65 und im Private-Equity-Geschäft. Viel unterwegs, viel Stress, über die Jahre das, was er selbst einen Wohlstandsbauch nennt. Bis die jährliche Untersuchung einen Wert zeigte, der ihn erschreckt hat.
- Wer
- Roland Winkler, 65 Jahre
- Was er macht
- Private-Equity-Geschäft – viel unterwegs, hohe Belastung
- Ausgangslage
- Übergewicht, hoher Blutdruck, erhöhter Blutzucker. Sein eigener Befund: „Ich habe zu gut gelebt.“
- Programm
- Testo Reload –
1:1-Begleitung mit Blutwerten
Interview während der laufenden Begleitung - Gewicht
- 10 kg weniger – die 100er-Marke unterschritten, fünf weitere sind das Ziel
- Sein offener Punkt
- Sport. Seine Formulierung: „Da müssen wir noch üben.“
Das Interview ansehen (14 Minuten). Mit dem Klick werden Inhalte von YouTube geladen – dabei stellt dein Browser eine Verbindung zu Google her.
Das Gespräch in voller Länge, ungeschnitten.
Was ihn wirklich in Bewegung gebracht hat
Nicht der Spiegel. Zwei andere Dinge.
Das erste kam aus der Familie – seine Tochter sagte ihm, er solle auf seine Gesundheit achten. Das zweite kam aus dem Labor: erst ein hoher Blutdruck, dann der Blutzucker.
Er beschreibt ehrlich, wie er damit vorher umgegangen ist: beiseitegewischt. Blutwerte, das haben die anderen. Bis es eben nicht mehr die anderen waren.
„Da lebst du 30, 40 Jahre und machst deine Gesundheit kaputt, um dann irgendwie zu gucken, dass du sie wieder reparieren kannst."
Roland Winkler, 65Warum er es nicht mit Ärzten gemacht hat
Das ist bei ihm die interessanteste Entscheidung, denn an Fachwissen mangelte es nicht: Seine Tochter ist Ärztin, sein Schwiegersohn ist Arzt, seine Ex-Frau ebenfalls.
Seine Begründung trifft genau den Punkt, an dem ich arbeite: Es sei nicht nur eine Frage der Wissenschaft und der Erkenntnisse, sondern der Umsetzung. Dafür brauche es jemanden, der regelmäßig danebensteht.
Ein Buch zu lesen und ab morgen alles anders zu machen – das funktioniert nicht. Seine Worte, nicht meine.
Was wir verändert haben
- Anamnese zuerst. Wo steht er, und woran liegt es. Bei ihm war die Antwort unbequem einfach: am Lebensstil.
- Klare Leitplanken statt Ernährungsplan. Nichts vom Bäcker, keine Nudeln – zwei Sätze, die er sich merken kann, wenn er im Termin steht. Er sagt, damit habe er die halbe Miete gehabt.
- Eine Morgen- und eine Abendroutine, dazu eine Regel fürs Mittagessen. Struktur für jemanden, dessen Tage nie gleich aussehen.
- Nahrungsergänzung gezielt, abgestimmt auf seine Werte.
- Zwei- bis dreimal Sport pro Woche – der Teil, an dem wir bis heute arbeiten. Er nennt sich selbst einen alten Faulenzer und geht trotzdem hin.
Was dabei herausgekommen ist
10 Kilo weniger, die 100er-Marke unterschritten. Fünf weitere hat er sich vorgenommen – das Interview entstand mitten in der Begleitung.
Er konnte seine Insulinspritzen absetzen – auf ausdrückliches Anraten seines Arztes, nachdem er abgenommen und die Ernährung umgestellt hatte.
Und etwas, das er selbst als Überraschung verbucht: Er macht Sport. Nicht gern, aber regelmäßig.
Wem er es empfehlen würde
Seine Antwort ist die eines Mannes, der spät angefangen hat: so früh wie möglich, und bitte nicht zu lange warten.
Konkret nennt er Menschen mit Übergewicht und Stress, die vom Arzt die ersten erhobenen Zeigefinger bekommen haben, weil die Blutwerte in die falsche Richtung laufen.
Und er beschreibt ein Muster, das ich bei Vielbeschäftigten ständig sehe: Man gönnt sich etwas, weil der Tag hart war. Ein gutes Essen, eine gute Flasche Wein. Jedes Mal nachvollziehbar – und in der Summe das, was er Raubbau nennt.
Wo stehst du gerade?
Der TestoScore gibt dir in zwei Minuten eine erste Einordnung – kostenlos, ohne Verpflichtung.
Jetzt Testo Score machen →
Zweifach TÜV-zertifizierter Health-Coach · Autor · mehr über meinen Werdegang