Fallbeispiel

„Der Arzt hat den Wert eingekringelt und ‚Schade‘ danebengeschrieben“

Peter Grause ist 62, Gesellschafter und Geschäftsführer eines Herstellers von Filtersystemen. Er hatte seine Blutwerte längst im Ordner, als wir uns kennenlernten. Was in den sechs Monaten danach passiert ist – und was er selbst am höchsten gewichtet.

Wer
Peter Grause, 62 Jahre
Was er macht
Gesellschafter und Geschäftsführer eines Herstellers von Filtersystemen, zwei erwachsene Kinder
Programm
Testo Reload – 1:1-Begleitung mit Blutwerten
rund sechs Monate, gemeinsam mit seiner Partnerin
Was sich messbar verändert hat
Testosteron +40 %, 15 % Körperfett, 13 saubere Klimmzüge
Was er selbst am höchsten gewichtet
Dass er in der schwierigsten Phase seines Unternehmens Energie und Ruhe hatte

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Das Gespräch in voller Länge, ungeschnitten.

Der Wert war längst kontrolliert – passiert ist nichts

Peter gehört nicht zu denen, die nie zum Arzt gehen. Im Gegenteil: Er lässt seine Blutwerte regelmäßig kontrollieren und hatte sie im Ordner dabei, als wir uns das erste Mal persönlich trafen.

Beim Testosteron hatte der Arzt den Wert rot eingekringelt und „Schade“ danebengeschrieben. Mehr nicht. Der Befund war da, die Einordnung war da – und dann passierte nichts weiter damit.

Das ist der Punkt, an dem die meisten stehen bleiben: Ein Wert ist auffällig, aber niemand sagt, was daraus folgt. In Bewegung kam Peter erst über einen Vortrag auf einem Unternehmerevent. Wir sind beide aus dem Raum Stuttgart, haben telefoniert und uns danach getroffen.

Wie es vorher war

Peter war nie unsportlich. Aber das Bild, das er beschreibt, kennen die meisten Geschäftsführer, mit denen ich arbeite:

  • Ein leichter Bauch, der vorher nicht da war
  • Kondition, die zu wünschen übrig ließ
  • Abends mehr müde als aktiv – der Tag hatte die Energie aufgebraucht, bevor zu Hause etwas davon ankam
  • Unzufrieden mit dem, was er im Spiegel sah, ohne dass es ein akutes Problem gewesen wäre

Sein Ziel war nie eine Zahl im Laborbericht. Er sagt es im Interview selbst: Man macht das nicht für den Blutwert. Er wollte mehr Leben und mehr Kraft haben – auch nach Feierabend, und in einer Partnerschaft mit einer Frau, die zehn Jahre jünger und sehr aktiv ist.

Sein Einwand, bevor wir angefangen haben

Nur einer, und es ist derselbe wie bei fast jedem Unternehmer: Bekomme ich das zeitlich überhaupt unter? Nicht Zweifel am Konzept, sondern an der eigenen Woche.

Seine Sorge war konkret: dass er nach zwei Wochen aus Frust aufhört, weil jeden Tag zwei Stunden dazukommen, die er nicht hat. Genau deshalb wird bei uns zuerst geklärt, was in eine volle Woche passt – und nicht, was im Idealfall optimal wäre.

Was wir verändert haben

Nichts davon ist spektakulär. Das ist der Punkt: Was in einer ruhigen Woche funktioniert, aber in einer vollen nicht, taugt für einen Geschäftsführer nicht.

  • Krafttraining mit klarem Ziel. Klimmzüge waren sein erklärtes Ziel, inklusive Klimmzugwand zu Hause. Trainiert wurde in Sätzen mit festen Pausen, nicht nach Tagesform.
  • Ernährung als Entscheidung, nicht als das, was der Tag übrig lässt.
  • Erholung und Schlaf als eigener Punkt im Plan.
  • Messen statt schätzen. Eine Waage mit Körperanalyse kam erst mit dem Coaching dazu – vorher hatte er nur das Gewicht, nicht die Verteilung von Muskel und Fett.
  • Nahrungsergänzung ausgemistet. Er hatte vorher einiges im Schrank. Wir haben sortiert, was bleibt und was weg kann – als Ergänzung, nicht als Lösung.

Was ausdrücklich nicht dabei war: Hormongaben, Spritze, TRT. Die Steigerung kam aus dem, was er abgestellt und verändert hat.

Das Ergebnis nach sechs Monaten

  • Testosteron: +40 % über den Zeitraum der Zusammenarbeit
  • 15 % Körperfett – er schaut heute auf Muskel- und Fettanteil statt auf die Zahl auf der Waage
  • 13 saubere Klimmzüge am Stück, dazu drei im breiten Griff, die vorher gar nicht gingen
  • Biologisches Alter 5,6 Jahre niedriger – das ist die Auswertung seines Messgeräts (Whoop), kein ärztlicher Befund

Er hat das Programm gemeinsam mit seiner Partnerin gemacht. Das ist kein Nebensatz: Wer zu zweit umstellt, muss abends nicht gegen den eigenen Esstisch antreten.

Das ist der individuelle Verlauf von Peter Grause über rund sechs Monate. Ergebnisse hängen von der Ausgangslage ab und sind kein Versprechen für den eigenen Fall. Die Angaben stammen aus seinen eigenen Messungen und aus dem Interview.

Was es im Unternehmen verändert hat

Die sechs Monate fielen in eine Phase, in der sein Unternehmen umbauen musste – Krisenzeit, Veränderungen, ein Team, das eine Richtung braucht. Das ist der Teil, den er selbst am höchsten gewichtet, noch vor jedem Laborwert.

Interessant ist, was er dabei nicht erlebt hat. Die Erwartung vieler Männer an mehr Testosteron ist mehr Aggression.

Genau diese Kombination – Energie und Ruhe gleichzeitig – ist das, was Geschäftsführer in einer Umbauphase brauchen und was mit einem leeren Tank nicht zu haben ist.

„Ich habe immer gedacht, wenn mein Testosteron hochgeht, laufe ich rum wie ein wilder Hirsch. Aber das war gar nicht so. Ich hatte mehr Gelassenheit in mir – und die Kraft, das durchzuziehen."

Peter Grause

Wem er das Programm empfiehlt

Seine Antwort im Interview: allen, die mehr Energie und mehr Leben auch nach der Arbeit suchen. Und er schiebt ein Argument hinterher, das man selten hört, aber jeder Selbstständige kennt – wir sollen bis 70 arbeiten. Die Frage ist, in welchem Zustand.

Wenn dir das bekannt vorkommt: Der Wert allein sagt dir noch nichts. Wie du ihn richtig misst, steht unter Testosteron messen. Was sich natürlich beeinflussen lässt, unter Testosteron natürlich steigern.

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Alexander Djordjevic
Begleitet von Alexander Djordjevic
Zweifach TÜV-zertifizierter Health-Coach · Autor · mehr über meinen Werdegang
Dieser Text ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei anhaltenden Beschwerden gehört die Abklärung in ärztliche Hände. Wir arbeiten bei allem Medizinischen mit Fachärzten zusammen. Die hier geschilderte Erfahrung wird mit ausdrücklicher Einwilligung des Genannten veröffentlicht.